Anti-Corona-Maßnahmen Kundgebung in Dortmund

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Ein Spruch der fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben wird: "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst."

Zum mittlerweile fünften Male trafen sich am Samstag den 13. Juni 2020 Menschen von „Nicht ohne uns“ in Dortmund zu einer Anti-Corona-Maßnahmen Kundgebung.

Maximal bis zu 70 Personen haben sich auf dem Willy-Brandt-Platz vor der Reinoldikirche versammelt. Eigentlich hatte ich gar nicht vor ein Bilderalbum zu machen. Letzte Woche gab es auch schon keines. Allerdings haben sich für mich zwei Aspekte ergeben, die ich nicht ignorieren kann und will. Damit meine ich nicht, dass ich von einigen der Teilnehmer*innen mit Argwohn betrachtet, sogar angefeindet werde. Das bin ich gewohnt und auch teilweise viel offener und aggressiver.

Im letzten Drittel der Veranstaltung gab es wieder ein sogenanntes offenes Mikro. Ein Einfallstor für Random-Redner*innen die ungefiltert ihren Gedanken freien lauf lassen, so auch hier und heute. Im Besonderen zu erwähnen ist hier der Mensch, der es sich nicht nehmen ließ etwas über das Haus „Rothschild“ zu sagen und das mit dem Begriff „Marionetten“ schmückte. Dabei machte er mit beiden Händen Bewegungen die an ein Marionettenspiel erinnerten. Ein Narrativ um Antisemitismus zu transportieren. Bisher hat sich das in Dortmund keiner so direkt getraut. Das offene Mikro macht es möglich.

Offenes Mikro

Eine Erzieherin bedankte sich bei Kolleg*innen die sich nicht an die Regeln halten und eine Psychologin will keinen Mund-Nase-Schutz tragen weil das so unangenehm ist. Ein anderer sagte „Das was die Regierung macht ist ein Maulkorb. Das will keiner“. Ob er selbst drauf kommt, dass er das ja offen sagen kann und darf?

Den Schlusspunkt setzte dann eine der Organisator*innen. Zuvor prahlte sie noch man sei  weder links noch rechts, sondern demokratisch nur um dann einen Thorsten Schulte (Silberjunge) als Redner bei einer der kommenden Kundgebungen anzukündigen. Schulte sprach unter anderem 2017 schon bei der AfD und Anfang Juni diesen Jahres bei Pegida in Dresden. Beides gibt es auch als Videos bei Youtube, wenn sich das wer antun möchte.

Auch wenn die Zahlen der Teilnehmenden stetig rückläufig sind, so radikalisieren sie sich zunehmend. Zum Vergleich, die Gelben Westen waren schneller weg vom Fenster, von Fridays for Altersarmut ganz zu schweigen. Wir sind also noch nicht durch mit dem Thema …

Link zum Bilderalbum bei Flickr.

(Hinweis zum Headerbild. Das Zitat wird fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben. Abgesehen davon der der Spruch unglaublicher Quatsch ist, ist er nicht von ihm. Er wird seiner Biografin “Evelyn Beatrice Hall” zugeschrieben)

4 Kommentare

  1. Marcel sagt

    Dafür das Sie sich “Journalist” nennen, ist der Text ganz schön peinlich. Von den anateurhaften Fotos ganz zu schweigen.

    • Robert sagt

      Hallo Marcel, deinen Kommentar veröffentliche ich gerne. Finde es immer gut wenn ich helfen kann beim sich zum Obst machen. LG

        • Robert sagt

          OK, mal etwas ausführlicher, weil ich gerade Tagesfreizeit habe.

          Das du nicht magst was ich mache geschenkt, wir stehen eindeutig auf anderen Seiten. Aber wie bitte sollen den “schöne” Fotos entstehen bei den Vorlagen die ihr anbietet? Merkste selbst.

          Was du bei keiner meiner Bilderauswahlen sehen wirst sind persönliche Herabsetzungen. Weder bei euch noch bei krassesten Hardcorenazis. Dabei geht es mir nicht um Neutralität, ich bin nicht neutral und werde es auch nie sein. Ich sortiere aber Bilder aus, wenn wer direkt erkennbar, sehr schlecht steht, geht, ausschaut zum Beispiel.

          Ich habe gestern ca. 300 Bilder gemacht, mehr als 22 haben den Weg in mein Album nicht gefunden. Ich könnte auch anders, will und werde aber nicht.

          So und nun sind wir hier durch. Dein nächster Kommentar wird nicht frei geschaltet und nein ich unterdrücke nicht deine Meinungsfreiheit. Selbst solche einfachen Mechanismen versteht ihr nicht. Steht da jeden Samstag, tut eure Meinungen kund und schwafelt davon man dürfe ja nichts mehr blablub. Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut und ich finde sogar gut das ihr da schwurbeln könnt. Sonst hätte ich ja nichts zu berichten.

          Und jetzt verschwende von wem anderen die Lebenszeit. Bedankt.

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