TrainofhopeDO

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Asyl / Dortmund / Fotos
Schild mit herz und Welcome drauf.

Seit neun Tagen passiert etwas Besonderes, die teilweise zuvor in Ungarn festgesetzten Geflüchteten kommen in Zügen, den sogenannten TrainofhopeDO auch hier in Dortmund am Hauptbahnhof an. Eine einzigartige solidarische Hilfe von Menschen für Menschen organisierte sich spontan durch soziale Netzwerke, um im Hauptbahnhof Willkommenskultur zu leben.

Schnell wurde klar, dass die Menge an Hilfsgütern und die vielen freiwilligen Helfenden einen anderen Ort brauchten und das Dietrich-Keuning-Haus (DKH) wurde ein- und bezogen. Seit dieser Nacht ist das DKH eine der Drehscheiben der Geflüchteten für die Erstversorgung in NRW und die vielen Spenden der Dortmunder*innen.

Natürlich wurden auch die Dortmunder Nazis darauf aufmerksam und nutzten das für widerliche Hetze. So kam es mitten in der Nacht auf Sonntag vor und im Bahnhof zu Auseinandersetzungen. Die Ruhrbarone berichteten.

Der erste Zug

Am Sonntag, der erste Zug traf mit immenser Verspätung ein, waren Hunderte Menschen im und vor dem Bahnhof anwesend um Geflüchtete zu begrüßen und im Dietrich-Keuning-Haus aktiv, um diese zu versorgen. Es ist ein tolles Gefühl, ein Teil des Ganzen zu sein.

Es gibt aber auch Kritik. Das übliche Schaulaufen der Politprominenz am Hauptbahnhof und im Keuning-Haus wirkte bisweilen eher störend als hilfreich. Einzig Frau Kraft kam aufrichtig und authentisch rüber und bedankte sich im Besonderen bei den ehrenamtlich Helfenden. Auch hier schrieben die Ruhrbarone einen passenden Artikel. Des Weiteren wurde nach und nach immer mehr reglementiert. Hilfe wurde teilweise erschwert und für Minderjährige am Ende sogar unmöglich gemacht. Hier wurde eine Chance verpasst, gerade junge Menschen sinnvoll einzubinden. Wirklich schade.

Bundeswehr – muss das?

Die Krone ist aber der Einsatz der Bundeswehr im und am Hauptbahnhof. Ich sage es mal so: Die Refugees werden von Soldaten aus Ihrem Land geworfen und hier von welchen in Empfang genommen. Natürlich ist das verkürzt, aber es bestand nie Druck die Bundeswehr einzusetzen, es waren immer genug freiwillige Helfer*innen da, die wurde aber lieber nach Hause geschickt. Erklärt mal einem Kind, dass es beim Anblick von martialischen Uniformen differenzieren soll. Viel Spaß …

Wie lange diese Aktion noch weitergeht, hängt von vielen Faktoren ab. Angedacht ist es bis kommenden Sonntag. Aktuell sind einige Grenzen dicht und es wird schwerer für Refugees diese zu überwinden. Abhalten wird es Sie nicht. Ich mache mir große Sorgen, was in Zukunft noch alles passieren wird.

TrainofhopeDO in Bildern

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