Nazikundgebungen am “Tag der Deutschen Einheit”

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Allgemein / Demonstrationen / Die Rechte / Dortmund
Bild vom Gegenprotest. Menschen mit BVB Schals auf denen "Gegen Rassismus" steht.

Lange sah es so aus als würde die Nazipartei „Die Rechte“ am „Tag der Deutschen Einheit“ keine Aktion durchführen wollen. Die letzten Jahre war das immer der Fall. Erst einen Tag davor, also am 2. Oktober, sickerten dann Informationen durch, dass es gleich zwei Kundgebungen der Dortmunder Nazis geben sollte. Am Nordmarkt in der Nordstadt und danach auf dem Sonnenplatz, im sogenannten Kreuzviertel.

Eine antifaschistische Demo in Hamm für denselben Tag war schon lange geplant und anfangs sah es nach einem Dilemma aus. Das sollte sich nicht bewahrheiten. Beides kann man im Nachhinein als vollen Erfolg bezeichnen. In Hamm waren bis zu 450 Menschen auf der Straße, von denen sich viele später wohl auch den Protesten gegen die Nazis in der Nordstadt anschlossen.

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How to deal with Nazis

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Demonstrationen / Dortmund / In eigener Sache
Bild einer der beiden Demos der Dortmunder Nazis am 21. September.

Eine Frage die wahrscheinlich so alt ist wie die Nazis selbst und ich habe keine allgemeingültige Antwort, nur meine eigene. Dieser folge ich konsequent und seit einigen Jahren. Am Freitag den 21. September habe ich das gemacht was ich immer mache. Es waren Nazidemonstrationen angekündigt und für mich stand außer Frage das ich diese wie immer begleiten und auch darüber berichten werde.

Das dieses keine gewöhnliche Berichterstattung werden sollte konnte ich nicht ahnen. Auch in der Nachbetrachtung bleibe ich dabei, ich hätte nichts anders gemacht und werde es beim nächste Mal wieder tun – über Nazis berichten.

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Dortmund, Nazis, das Video und die Folgen

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Antisemitismus / Demonstrationen / Die Rechte / Dortmund
Neonazis auf einem garagendach während einer Demo mit Bengalischen feuer in der Hand

Als ich die Ankündigungen der Dortmunder Nazis las war für mich klar, das ich, wie ich das immer mache, darüber berichte. Die Demo also begleite, einige Videos mache und wenn es sich ergibt etwas Live streame und vielleicht auch ein bisschen erzähle. Alles wie immer also, es sollte anders kommen.

Mir war schnell klar, dass in der Kürze der Zeit kein nennenswerter Gegenprotest auf die Beine gestellt werden kann, dass es am Ende keinen gab, dazu später noch etwas mehr. Das bedeutete für mich auch eine andere Gefahrenprognose für mich ganz persönlich. Aus dem Grund war ich froh, dass ich mich mit Christof Voigt vom WDR zusammen tun konnte, wir also schon mal zwei waren die die Demo begleiten und dokumentieren.

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